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Davonschweben

Mit ihren dünnen Beinchen betratt sie die Cafèteria, mit leiser Stimme bestellte sie ihren Cafè „ohne Zucker, ohne Milch“ und setzte sich auf einen leeren Platz direckt am Fenster zur Hauptstrasse. Mit zittrigen Fingern führte sie ihren Becher schwarzen Cafè zum Mund und spürte, wie jeder Schluck sie von innen wärmte.
Sie beobachtete die Leute, wie sie an ihr vorbeigingen, unbeschwert, den Blick nach vorne gerichtet, die Gedanken bei den Aufgaben den Tages. Sie hingegen konnte sich kaum auf was anderes konzentrieren, ausser das, was sie schon seit Jahren verfolgte und während sie überlegte ob sie wirklich so unbeschwert über eine Strasse gehen wollen würde wie die anderen und sie merkte, dass ihr das Angst machen würde, sah sie, wie ein wunderschöner Junge, in ihrem Alter, sie geradewegs durchs Fenster anlächelte. Er hatte ein wunderschönes Gesicht, schwarze Haare und grüne Augen und auf einmal streckte er ihr die Hand entgegen, als ob das Fenster nicht vorhanden wäre. Sie wusste nicht, wie ihr geschah, doch ohne lang zu überlegen, wie von selbst, bewegte sich ihre dünne Hand direkt in seine und er zog sie auf magische Weise durchs Fenster auf die Strasse, nahm sie in den Arm und flog mit ihr nach oben zu den Wolken. Er flog mit ihr hoch über der Stadt und sie fühlte sich schwerelos, so wie sie sich immer fühlen wollte, einfach frei und ungebunden.
Sie schloss die Augen breitete die Arme aus und genoss den Flugwind in ihrem Gesicht.
Als sie die Augen wieder öffnete flogen sie über saftige grüne Wiesen, eine Herde Rehe sprang unter ihnen fröhlich umher. Sie flogen über einen riesigen Wald, von dem aus Raben, weisse Tauben und viele andere Arten von Vögel emporstiegen und sie freudig begrüssten.
Dann flogen über eine Steppe wo sie Giraffen, Zebras und Löwen sahen.
Sie fühlte sich so frei und wünschte sich nichts sehlicheres, als dass dieser Flug nie enden würde.
Der Junge hielt sie weiter im Arm unter sich und als die untergehende Sonne den Himmel in den schönsten Rot-, Gelb- und Goldtönen färbte, gelangten sie an einen Strand und unter ihnen rannten wilde Pferde. Sie landeten nicht und mittlerweile war es Nacht und sie hatte noch nie einen schöneren Sternenhimmel gesehen, der Mond war verschwunden und so blitze ihnen jeder einzelne Stern entgegen. Sie hatten Monoceros direkt über sich...

... sie hörte ein Rufen direkt in ihrem Ohr „-sie kommt wieder zu sich!“. Sie öffnete die Augen und sah, dass sie auf einer Trage lag, in ihrem Arm steckten Nadeln und über ihr war eine Sanitäterin gebeugt und kontrollierte ihre Vitalwerte.
Sie musste zusammen gebrochen sein – schon wieder
Warum hatte sie die Augen aufgemacht? Sie wollte doch garnicht mehr zurück!
Sie wurde in den Krankenwagen gehieft und als die Wagentüren geschlossen würden, sah sie das Gesicht des Jungen durch die Türfenster lächeln, er streckte ihr die Hand entgegen. Mit letzter Kraft nahm sie seine Hand und sie hörte im Hintergrund noch die Sanitäterin rufen „wir verlieren sie..„
15.4.06 14:18
 


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